KielKontrovers

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Die Kieler FDP nach der Wahl

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Über 70 Prozent Verlust an Wählervertrauen hatte die FDP in Kiel. Da kann man keinen Erfolg herauslesen. Hier die Pressemitteilung der FDP betitelt mit „Unter den Erwartungen“ vom 27. Mai:

Zum Abschneiden der Kieler FDP bei der Kommunalwahl erklärte der Kreisvorsitzende, Sebastian Blumenthal: 
„Das Ergebnis ist eine Enttäuschung für uns. Offenbar konnten auch wir uns dem landesweit spürbaren Negativtrend durch die aktuelle Stimmung auf Bundesebene der Liberalen bei dieser Wahl nicht entziehen. Erschwerend kommt hinzu, dass in Kiel eine Vielzahl von kleineren Parteien und Listen mit ähnlichen Themen angetreten ist. Angesichts der schlechten Wahlbeteiligung ist es uns ferner nicht gelungen, eigene Wähler zu mobilisieren. Insofern ist der Einzug mit zwei Mandaten und damit verbunden der Fraktionsstatus in der Ratsversammlung nur ein schwacher Trost.“ 
Blumenthal dankte den Mitgliedern der bisherigen Ratsfraktion. Die Forderung nach einem Bürgerentscheid bei den Themen Wasserbecken und Stadt-Regional-Bahn bleibt für die Kieler Liberalen aktuell. „Neben der FDP lehnen diese Vorhaben auch andere im neuen Rat vertretene Parteien ab, insgesamt gibt es also in Kiel viele Bürgerinnen und Bürger, die unsere Skepsis teilen und entsprechende Positionen gewählt haben – gute Gründe für den Bürgerentscheid!“ so Blumenthal abschließend.

Ich weiß nicht, wie weit man wirklich bundesweite Trends verantwortlich mache kann. Diese hat es aktuell zur Landtagswahl auch gegeben. Momentan ist es ja sogar eher ruhig in der FDP. Am besten ist es immer die Dinge einfach zu sehen: Die Kieler FDP konnte weniger Bürger*innen davon überzeugen, dass sie für eine andere Politik in Kiel stehen. Oder auch: Die Wahlkampfthemen der FDP kamen beim Wähler nicht an!

Die FDP zieht ja überwiegend mit allem mit, was von den großen Parteien in Kiel angeschoben wird. Bei Nachfragen wird sich dann auch gerne mal weggeduckt, wie ich es mit Frau Jürgensen erlebt habe.  Kein singuläres Erlebnis, die meisten Kommunalpolitiker*innen scheinen Angst vor ihren Wähler*innen zu haben. Wozu dann aber Wahlkampfstände? Wo sind denn die Positionen der FDP und vor allem auch deren Argumente. Selbst in der o.g. Pressemitteilung können sie sich nicht lösen von ihrem Antiwahlkampf, der keine wirklich anderen Perspektiven eröffnete. Die Wahrheit ist, dass weder Wasserbecken noch SRB für die Kieler*innen ein Aufregerthema ist.

CDU und FDP sind m.E. immer noch gefangene ihrer Sichtweise auf grüne Politik in den 80er/90er Jahren – der 5-Mark-Beschluss von Magdeburg. Dabei haben sie nicht mitbekommen oder wollen es nicht wahrhaben, dass viele ihrer potentiellen Wähler sich den GRÜNEN Positionen angenähert haben, bzw. die GRÜNEN längst keine reine Ökopartei mehr sind.

Es ist nicht so, als wenn alle Kieler*innen für das Wasserbecken sind, aber zum einen weiß man, dass nichts so heiß gegessen wie gekocht wird und dann sind die Sorgen der Einwohner*innen ganz woanders. Ob nun Wasserbecken an der Holstenbrücke ja oder nein, macht im Leben der meisten überhaupt keinen Unterschied. Diese Debatten sind ein Beispiel für die Entfremdung von Politik. Selbst mir passiert das im Kontakt mit anderen, dass sie wenig bis gar nichts wissen, über das, was in Kiel politisch diskutiert wird – und sich noch weniger darüber aufregen, wenn ich ihnen erkläre, um was es geht. Man muss auch wissen, dass eine große Zahl junger Leute sich z.B. gar nicht mehr über die Kieler Nachrichten informiert. Bei dem aktuellen Informationsgehalt auch kein Wunder. Wo sind also die Foren, wo man sich informiert? Da gibts natürlich die Parteien selbst, aber auch Internetseiten wie KielKontrovers oder Facebook und Twitter.  Und im realen Leben? Da gibt es zwar so was wie „Jugend im Rat“ – aber wo findet wirklich eine breite Diskussion zu Kieler Themen statt?

Manche traditionelle liberale Ideen sind ja gar nicht so falsch, wie der Schutz der Privatsphäre, Bürgerrechte, usw.. – nur davon habe ich in Kiel bislang auch wenig von der FDP gehört und gesehen. Die Themen hat sie mittlerweile ja fast schon gänzlich der Piratenpartei überlassen. Die FDP in Kiel hat jetzt aber fünf Jahre  Zeit ein eigenes Profil zu gewinnen.

Written by tlow

31. Mai 2013 at 13:05

Die Kieler SPD nach der Wahl

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Für die Kieler SPD war es ein Wahlerfolg. 4,4 Prozent mehr Prozentpunkte. Der Abstand zur CDU deutlich erhöht. Das bedeutet, dass die CDU es in den letzten 5 Jahren nicht geschafft hat Boden gut zu machen. Und auch, dass die SPD-Wähler weniger enttäuscht waren oder eher zur Urne mobilisierbar waren. Dazu kommt, dass es von der Landesebene durch den Wechsel der Regierung Rückenwind gab und gibt. Dennoch hat auch die SPD bei dieser Wahl Wähler verloren, aber kann es von allen Parteien am meisten verschmerzen.

Bitter für SPD-Fraktionsvize und finanzpolitischer Sprecher  Stadelmann, dass er sein Direktmandat verloren hat. Auch wenn die SPD sicher froh ist, dass die GRÜNEN mitgezogen haben. Eine/n grünen OB will man dann sicher doch nicht in ein paar Jahren haben. Vom Ergebnis her kann die SPD zufrieden sein. Die Opposition hat sie auch inhaltlich die letzten 5 Jahre vorgeführt und links und rechts stehen lassen. Die sind größtenteils in die Falle getappt und haben die Themenvorgaben von Rot-Grün aufgegriffen und sich daran abgearbeitet, statt eigene Schwerpunkte zu setzen.

Dazu kommt, dass die SPD in Kiel traditionell stark gut vernetzt und verwurzelt ist. Somit stellt die SPD in erster Linie für sich selbst ein Problem dar. Die Selbstzufriedenheit und das Selbstbewußtsein, dass sie ausstrahlt kombiniert mit der offenbaren Alternativlosigkeit in der Politik verschreckt viele Wähler*innen. Diese Atmosphäre der Abgehobenheit und Problemlosigkeit verleitet zu Fehlern. Korruption ist in der Kieler Politik eher der Normalzustand als die Ausnahme. So hat man unter Federführung der SPD vor einiger Zeit sich selbst einen pauschalen Freibrief für beliebige Einladung aller möglichen Kieler Festivitäten gegeben. Verabschiedet mit einem absurden Schauspiel, dass angeblich die Befangenheit der Ratsleute ausschließen sollte. Ich finde das bis heute noch unfassbar was da passiert ist und das es niemanden interessiert (inklusive aller Medien).

Die Fehler der SPD werden allerdings meist von einer breiten Mehrheit aller Parteien mitgetragen. Die CDU versucht sich dann ebenso wie die LINKE mal damit zu profilieren, dass sie ja noch mehr und besser die Schulen sanieren würden. In der Beziehung muss sich allerdings keine der Kieler Parteien verstecken. Keine Partei will die Schulsanierung blockieren und die Unterschiede sind dann doch eher marginal. Auf fundamentalem Gebiet gibt es daher selten eine Opposition, der die SPD gefährlich hätte werden können. Selbst Nachfragen an Redner sind meist eher nur lustig/polemisch, bringen die SPD aber selten in Bedrängnis.

Diese Situation führt aber zu einer gefährlichen Selbstüberschätzung und Überheblichkeit. Kritik von außen wird meist einfach weggebürstet und ignoriert, es sei denn es ist mal wieder der Sportverband oder eine andere einflußreiche Gruppe. Die SPD in Kiel ist nicht so gut, die anderen Parteien sind nur so schlecht. Bisher fehlte es an einer bissigen Opposition, die die SPD leicht hätte in Bedrängnis bringen können.

Für die kommenden fünf Jahre wird es wohl absehbar Themen geben wie Schulsanierung, Stadtregionalbahn, Sport- und Freizeitbad, Kommunalfinanzen. Bei der Stadtregionalbahn fehlt es derzeit an einem ernsthaften Engagement. Im Grunde fehlt es hier an der Opposition, die nicht bremsen will, sondern Ergebnisse sehen will. Denn das eigentliche Problem in Kiel ist doch, dass seit unzähligen Jahren über das Projekt gesprochen wird, aber die Planung nie konkreter geworfen ist. Ist das Projekt SRB so noch umsetzbar oder muss man erst mal kleinere Brötchen backen? Worauf wartet man und wie soll es konkret umgesetzt werden? Wo bleibt die Planungsgesellschaft?

In Plön, das auch JA zur SRB sagen soll hat sich die Waage zugunsten von Rot-Grün gewendet, ebenso in Neumünster und Rendsburg-Eckernförde. Wenn nicht 2013 wann sollte man es sonst anschieben?

 

Written by tlow

30. Mai 2013 at 15:54

Die Kieler GRÜNEN nach der Wahl

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Auch wenn die GRÜNEN netto Stimmen verloren haben, gehören sie doch auch mit zu den Wahlsiegern der Wahl vom letzten Sonntag. Mit fast 18 Prozent konnten sie noch einmal zulegen. Und das trotz einer doch auch sehr umstrittenen Politik in Kiel. Erklärbar ist das nur damit, dass viele Dinge den Wählern nicht bekannt waren oder auch, dass sich das Klientel der GRÜNEN mit den Jahren auch verschoben hat. So ist ja inzwischen bekannt, dass die GRÜNEN nicht unbedingt die ärmsten Wähler*innen haben. Es könnte also sein, dass die Politik der GRÜNEN eben besonders für eine Schicht von Besserverdienenden genau richtig ist. Das sind offenbar nicht diejenigen mit Kleingärten, sondern eher mit großem Garten am Haus – und der ist nicht in Gefahr. Ebensowenig wohnen sie wohl an der Feldstraße, wo die Vorgärten vernichtet werden soll.

Interessant hier der Vergleich zur anderen Partei der Besserverdienenden – der FDP: Es ist eben schon lange nicht mehr so, dass alle Besserverdienenden die Umwelt egal ist. Themen  wie Stadttregionalbahn spricht solche Kreise durchaus an. Die einfache Formel: Stadtregionalbahn ist nur für Ökospinner und Hippies und die FDP vertrete die wahren Interessen von Selbständigen und Unternehmer*innen trifft so schon lange nicht mehr zu. Zu Wähler*innen zählen dann auch Manager von Windparks. Die haben auch keine Zeit oder Interesse an Kleingärten – aber Interesse an einer konsequenten Förderung von Ökotechnologie (regenerative Energie, Nahverkehr,  Ökolandbau). Nicht zuletzt liegt diesen Wähler*innen auch viel an gesunder Ernährung, Luft und Wasser. Nur dort, wo sie eben nicht persönlich betroffen sind, ist es ihnen egal. Und aus den vielen kleinen Aufregerthemen wahlentscheidende Themen zu machen, wäre Aufgabe der Oppositionsparteien gewesen.

Die aber wirkte dieses Jahr eher wie ein unprofessioneller, aufgeregter Hühnerhaufen. Die Piraten ließen sich z.B. dazu hinreissen sich für das Zentralbad auszusprechen. Es war also bei vielen Themen nicht ganz klar, worin denn eine eventuelle Gegenposition bestehen könnte. Dies gilt also auch für die „linke“ Opposition. Und da denke ich liegt auch eines der Hauptgründe für die mangelnde Wahlbeteiligung und das gute Abschneiden der GRÜNEN: Weder im bürgerlichen noch im linken Lager (Wobei die Piraten wohl darauf bestehen werden zu keinem Lager zu zählen) konnten die Alternativen wirklich überzeugen. Wer aber strikt gegen das Zentralbad war, durfte die Piraten nicht wählen.  Das relativ schlechte Ergebnis ist wohl auch auf ihre eigene Profillosigkeit zurückzuführen.

Bei den GRÜNEN gab es personell einige Veränderung, inklusive der Spitzenkandidatin Lydia Rudow, die deutlich jünger ist, als die Fraktion bisher und z.B. auch als einzige GRÜNE Kandidatin auf Twitter aktiv war. Sie hat für die GRÜNEN auch den ersten Wahlkreis direkt geholt. Was wohl in Konkurrenz zu Herrn Stadelmann auch im direkten Plakatvergleich erklärbar erscheint.  Sie hat vermutlich auch viele jüngere Leute angesprochen, die sich von der inzwischen ja auch gealterten Politikerkaste der GRÜNEN bisher weniger angesprochen gefühlt haben. Das Wahlalter in Schleswig-Holstein war ja jetzt auch 16 Jahre. Die GRÜNEN betreiben auch eine konsequente Nachwuchspolitik. Etwas was andere Parteien in den letzten Jahren wohl eher vernachlässigt haben.

Vieles was GRÜNE zu Papier bringen klingt erst mal ganz gut, hat aber mit dem, was sie an realer Politik betreiben recht wenig zutun. Nicht zuletzt daher rührt in Kiel auch ein Bruch mit vielen Umweltorganisationen. Es wird interessant, ob des die GRÜNEN dieses Wahlperiode wagen werden ihren Kurs zu ändern, oder ob sie sich ein zweites Möbel Kraft meinen leisten zu können.

Die Kieler LINKE nach der Wahl

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Mit 7,7 Prozent verlor keine Partei so viel, wie die LINKE. Sie haben 2013 nur noch 1/4 der Wähler erreicht und damit einen großen Anteil an der sinkenden Wahlbeteiligung.

Dies ist nicht anders zu interpretieren, als mit Enttäuschung. Sicher hat auch die Spaltung der Fraktion da ihren Anteil. Bei der Landtagswahl hat sie 2012 auch nicht die Sprung ins Landesparlament geschafft. Fünf Prozent aber wären für die LINKE in Kiel eigentlich das Ergebnis, dass man mindestens erwarten müsste.

Die LINKE ist insgesamt auch bundesweit geprägt von einer Vielzahl an Grüppchen, die alle danach streben die Linie der Partei maßgeblich zu beeinflussen. Daher erhält die potentielle Wählerin kein homogenes Bild und oft eher das Bild einer Uneinigkeit. Wenngleich die LINKE in Kiel einige gute Initiativen hatte, konnte sie am Ende eben doch nicht wirklich überzeugen.

Das ganze wird natürlich jetzt nicht besser mit nur zwei Ratsmitgliedern. Die Arbeit wird dadurch erheblich erschwert. Immerhin können sie sich damit trösten, dass es mehrere Fraktionen genau so geht.

Insgesamt ist die Opposition stark gespalten. Das macht es für Rot-Grün-Blau prinzipiell einfacher wird als die fünf vergangenen Jahre. Offenbar war es so, dass keine der Themen wirklich eine Mehrheit der Wähler ansprach, oder man traute es der Linken nicht zu, etwas wesentliches zu ändern. Nun gibt es zwei neue Ratsleute, da die Partei sich dafür entschied die vorderen Reihen neu zu besetzen. Diese müssen jetzt erst mal die Arbeit im Rat ganz neu kennenlernen, können aber imnmerhin auf gewisse Vorerfahrungen zurückgreifen.

Written by tlow

29. Mai 2013 at 11:30

„WIR in Kiel“ nach der Wahl

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Angetreten die GRÜNEN als drittstärkste Kraft abzulesen, ist „WIR in Kiel“ grandios gescheitert. Ähnlich wie die CDU gibt man sich auf der eigenen Seite inhaltlich unbeirrt:

Selbst wenn das natürlich nach typischen Politik-Bla-Bla klingt, gehören wir dennoch zu den wenigen, die Stimmen gewinnen konnten, während SPD, CDU Grüne und andere im Verhältnis zur Kommunalwahl Stimmen verloren haben. Wir werden weiter unseren Weg gehen und sind schon jetzt gespannt auf die Kommunalwahl 2018.

„Ganz wie die Großen“ dachte ich mir hier, auch bei den Statistiken, die auf der Seite aufgeführt werden. Eine der Hauptgründe für Politikverdrossenheit der Bevölkerung ist tatsächlich dieses Politik-Blabla, dass die WIR hier trotzdem reproduziert: Das nach einer Wahl keine Fehler eingestanden wird, dass man stattdessen davon redet, dass man etwas „dem Wähler nicht vermitteln konnte“ (was nichts anderes heißt als: „Die Wähler waren zu blöd“).

Das ist schon fast traurig, wie aus einer Anfangs hoffnungsvollen Wahlalternative ein Häufchen geworden ist, dass primär damit beschäftigt ist, sich selbst in die Tasche zu lügen. Drittstärkste Kraft wird man eben nicht durch große Worte, sondern dadurch, dass man tatsächlich echtes Wählervertrauen gewinnt.

Das Wahlergebnis der WIR ist für eine Partei das „worst case“-Szenario: Hatte die Direkte Demokratie noch mit einer Minifraktion es nicht leicht die anfallende Arbeit zu bewältigen, so hat WIR nach der Wahl ihr nicht einen Sitz mehr gebracht, sondern den Verlust eines Sitzes. Und nicht nur das: Der Fraktionsstatus ist weg. Das heißt keine Mitarbeiter*innen mehr, kein Büro im Rathaus, gar nichts. Die gewählte Ratsfrau Sonja Vollbehr wird lediglich einen einsamen Stuhl am Ende des Ratssaals bekommen. Und wenn sie Glück hat, muss sie nicht neben Herrn Gutsche (WaKB/NPD) sitzen. So eine Situation wünscht man niemandem.

2009 war die Direkte Demokratie (DD) als Abspaltung der Linken entstanden. Als Minifraktion startet die DD einige gute Initiativen, war  sich aber auch immer bewusst, dass es 2013 nicht weitergehen würde, wenn man nicht wieder in das Rathaus einziehen können würde. Also wurde nebenbei die Wählerinitiative „WIR in Kiel“ von Teilen der Fraktion initiiert. In den vergangenen Monaten wurde es immer stiller um die Fraktion, während sie politisch im Rathaus auch durch ihr Auftreten zunehmend isoliert waren. Alle Hoffnungen ruhten also darauf mit der WIR und einem breiteren Bündnis auch mehr Sitze zu erobern. und vielleicht damit auch zu beweisen, dass man 2009 mehr war als nur eine kleine Abspaltung, sondern durchaus dahinter auch eine demokratisch legitimierte Basis stehen kann. Nun gut, bewiesen hat die WIR, dass sie auch mehr als die Hälfte der Wähler der LINKEN mobilisieren konnte. Was aber auch aufgrund des Stimmenverlustes der LINKEN nicht mehr als eine Fußnote ist. Die Kieler Opposition ist nach der Wahl weiterhin gespalten. Es wird keine gemeinsame Fraktion geben, so wie es aussieht. Sinnvoll wäre es natürlich wenn WIR und LINKE eine Dreierfraktion bilden würden, da die Piraten ja schon stur ihren eigenen Weg gehen. Realistisch scheint es aber aufgrund vergangener Querelen zwischen DD und LINKEN aber nicht.

Das Beispiel WIR zeigt vor allem, wie es eben NICHT geht: Man kann vielleicht, wie in Flensburg, aus einer gewissen Eigendynamik und mit viel Sympathien in mancher Kommune einen fundamentalen Wählerwechsel erreichen, gar  einen Erdrutschsieg für eine neue Wählerinitiative. Dazu braucht es aber viele Verbündete und tatsächlich auch den festen Willen eine andere Politik zu machen. Bei der WIR hat man aber gemerkt, dass letztlich doch nur alter Wein in alten Schläuchen verkauft wird. Und das dem Wähler so manches vorgetäuscht wurde. Wie auch nach der Wahl. Wer Transparenz predigt, muss diese primär erst mal selber umsetzen. Sonst wird Transparenz zu einer hohlen Phrase. Aber Phrasen sind das, was wir die letzten Jahrzehnte ja schon zur genüge gehört haben. Dazu passte dann auch das Motto „WIR sind die Guten“. Inhaltlich war da ansonsten nicht viel zu hören. Das haben auch die Wähler*innen gemerkt. Wer es aber nach der Wahl immer noch nicht merkt, dem ist wohl kaum noch zu helfen. Immerhin befindet sich die WIR dann mit der CDU in guter Gesellschaft?

Fazit: Prinzipiell ist eine von Bürgern getragenen, offene Wählerinitiative eine gute Idee, sofern die Leute die dahinter stehen offen und ehrlich agieren. Dann wird so etwas auch ganz schnell zum Selbstläufer und jegliche Kritik würde ihr Ziel verfehlen. Wird so etwas jedoch machtstrategisch aufgezogen, verliert es schnell den Charme und die Sympathien und wird zur Bauchlandung.

Die Kieler CDU nach der Wahl

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Wo ich noch von notwendigen Einsichten sprach, so scheint das bei der CDU nicht weit gekommen zu sein:

  • 2008 hatte die CDU 24818 Stimmen
  • 2013 hatte sie 21209
  • Der Abstand zur SPD war 2008: 2320 (2,7 Prozentpunkte)
  • Der Abstand zur SPD ist 2013: 4323 (6 Prozentpunkte)

In einer Pressemitteilung zur aktuellen Kreisversammlung bewertet die CDU das Ergebnis allerdings positiv:

 Stritzl wertete dieses Ergebnis als gute Voraussetzung für Kontinuität und Verlässlichkeit in der Arbeit der Ratsfraktion.

und

Fraktionsvorsitzender Stefan Kruber hob in seiner Analyse hervor, dass die CDU am Wahlsonntag gegenüber 2008 leicht zulegen konnte. Die CDU habe im Wahlkampf die richtigen Themen aufgegriffen.

Ne, Leute so geht das nicht. Die SPD hatte rund 6 Prozent weniger Wählerstimmen an der Wahlurne und die CDU rund 15 % weniger! Das einzige was euch ein Plus gebracht hat, war, dass andere Parteien wie insbesondere der Linken und der FDP noch mehr Wähler in Relation wegliefen und die Wahlbeteiligung gesunken ist. Man kann nicht auf der einen Seite die geringe Wahlbeteiligung bedauern und dann den Verlust von jedem 6.-7. Wähler als Bestätigung der eigenen Themensetzung interpretieren.

In Wirklichkeit ist die CDU für ihre Themensetzung bestraft worden. Mehr Wähler als zuvor haben ihr im Verhältnis zur Hauptkonkurrentin SPD den Rücken gekehrt. Das bedeutet im wesentlichen, dass die CDU im Verhältnis zur SPD mehr Fehler gemacht hat.  Betrachtet man das ganze noch im Verhältnis Schwarz-Gelb zu Rot-Grün sieht es noch viel düsterer aus: Die FDP hat statt 7055 Befürwortern nur noch 2779 an der Wahlurne gehabt. Das sind über 70 Prozent Verlust an Wählervertrauen. Bei den GRÜNEN waren es rund 13 Prozent. Somit ist der Abstand zwischen Schwarz-Geld und Rot-Grün noch viel stärker gestiegen und somit die Möglichkeit einer „bürgerlichen Mehrheit“. Also konnten die Argumente 2013 weniger überzeugen als 2008 – oder anders formuliert ist der Anteil der bürgerlichen Parteien an der sinkenden Wahlbeteiligung höher als bei der Kieler Kooperation. Zudem hat der SSW dadurch, dass er in allen Wahlkreisen angetreten ist 2013 mehr Stimmen und mehr Prozent geholt.

Unter dem Strich gab es einen Vertrauensverlust für diesen Teil der Opposition.

Da es in einer repräsentativen Demokratie immer um Mehrheiten geht ist die CDU 2013 weiter davon entfernt politisch mitgestalten zu können. Wer dann nach so einer Wahl Lobeshymnen anstimmt vermittelt dem Wähler, dass er die Botschaft noch nicht verstanden hat. Da gibt es vielleicht einige Stammwähler die auch mit Themensetzung und Oppositionsarbeit nicht zufrieden waren, aber der CDU trotzdem die Stimme gegeben haben, weil sie dachten die nächsten fünf Jahre wird es vielleicht doch besser. Denen hat die CDU nun eine klare Absage erteilt: Weiter wie bisher ist die Devise. Der Hauptverantwortliche für dieses Wahldesaster wurde dann auch gestern bestätigt: Stefan Kruber wurde als Fraktionsvorsitzender wiedergewählt.

Sinkende Wahlbeteiligung ist dabei auch immer eines: Die Summe der Stimmenverluste aller Parteien summiert.

Written by tlow

29. Mai 2013 at 08:09

Katzenjammer: Erste Wahlanalyse der Kommunalwahl in Kiel _ #kwkiel

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Nun steht das Ergebnis fest:

Kitten Abby 5

Kitten Abby 5 (Photo credit: Wikipedia)

  • Die Wahlbeteiligung sank von
  • Gewinner waren in der Reihenfolge: SPD, Piraten,SSW,GRÜNE,CDU,Sonstige
  • Verlierer waren in der Reihenfolge: LINKE & FDP
  • Die WaKB & WIR in Kiel haben jeweils 1 Sitz und keinen Fraktionsstatus
  • Jeweils 2 Sitze haben Piraten,SSW,LINKE, FDP

Eine erste spontane Analyse:

Es hat sich gezeigt, dass das Protestwählerpotential dieses Jahr gering war. Viele der sogenannten „Aufregerthemen“ waren für die Masse der Kieler keine. Beziehungsweise waren folgende die LINKE, die PIRATEN und WIR in den Augen der potentiellen Wähler*innen nicht vertrauenswürdig genug, ihnen ihre Stimme zu geben.

Wer die kleine „Elefantenrunde“ beim Offenen Kanal gesehen hat, hat auch gehört, wie da ganz wie bei den Großen erklärt wurde. „haben wir den Wählern nicht vermitteln können“, „müssen wir in Klausur gehen“,…

Meine Theorie zum Wählerfrust ist die: Die Nichtwähler wissen genau, warum sie nicht wählen. Sie wissen, dass weder die großen Parteien sich ihrer Probleme annehmen und sehen auch nicht in der gespaltenen Opposition würdige Vertreter*innen ihrer Interessen. Die Lösung liegt nicht darin, dass alle Unzufriedenen Kiels entweder PIRATEN,LINKE oder WIR wählen. Genau so wenig, wie sich innerhalb der Parteien eine klare Linie herausbildet, genau so wenig wird man alle potentiellen Wähler*innen auf eine Partei einschwören könnnen.

Die LINKE und die  Direkte Demokratie (DD) hatten alle Chancen in der vergangenen Periode zu beweisen, wofür sie sich einsetzen, konnten aber nicht überzeugen. Aus der DD ist die WIR entstanden. Man hat sich ganz und gar darauf konzentriert bei dieser Wahl mit dem gesamten Potential der Unzufriedenen an die dritte Stelle der Parteienlandschaft Kiels zu rücken. Vergessen hat man dabei, dass mit der LINKEN und den Piraten auch andere Alternativen existieren und auch, dass bei einer geringen Bekanntheit Leute nicht bereit sind „irgendwas“ zu wählen. Deswegen war dieses Ansinnen von vorne herein zum Scheitern verurteilt und die Landung auf dem Boden der Tatsachen ist um so härter. Da wurden nun alleine von diesen drei Oppositionsparteien viel Geld für Plakate verbraten, ohne das eine dieser Parteien wirklich im stande wäre ab sofort gute Oppositionsarbeit zu machen: Die LINKE hat sich noch einmal reduziert auf das Niveau, dass zuvor die DD hatte, WIR hat im Vergleich zur DD nur noch die Hälfte und die Piraten haben genau so viele Abgeordnete wie die LINKE.

In anderen Städten treten „Bunte Listen“ aus mehreren Parteien und Wählervereinigungen gemeinsam zu Kommunalwahlen an. In Kiel haben drei Parteien erfahren müssen, wie wenig sie überzeugen können. Es bleibt ihnen immerhin noch der Weg der Kooperation und gemeinsamen Fraktionsbildung, auch wenn es da ideologische Differenzen gibt. Aber 5 Jahre lang eine Fraktion mit zwei Leuten macht keinen Spaß, dass durfte die DD ja bereits ausprobieren.

Der Weg heraus aus dem Wählerfrust liegt aber m.E. darin nicht primär auf Kommunalwahlen zu setzen, sondern in einer Umformung der Demokratie. Die Wähler*innen haben gelernt, dass es keinen Unterschied macht, was sie wählen. Es muss viel mehr darum gehen eine direkte Beteiligung der Bürger*innen herzustellen. Damit meine ich nicht „Bürgerbeteiligung“ im Sinne der Befragung der Bürger seitens der Verwaltung, sondern Direkte Aktionen und Selbstorganisation. Im Falle von Katzheide z.B. warben zwar eigentlich fast alle Parteien für den Erhalt, aber etwas für den Erhalt getan hat keine Partei direkt. Die Dynamik, die dieses Thema 2009 hatte wurde vollkommen gestoppt. Wer nun eine der Oppostionsparteien gewählt hat, wird damit für den Erhalt von Katzheide leider keinen entscheidenden Schritt getan haben. Gleiches gilt für die Möbel Kraft-Ansiedlung. Und ich wiederhole mich da auch gerade wieder. Ich sage auch nicht, dass es leicht ist. Ich glaube aber, dass weder Parteiorganisationen noch Wählerinitativen mit ihrer Fixierung auf  Wahlen in der Lage sind wirksamen Widerstand gegen Groß- oder Schließungsprojekte zu entwickeln.

Obwohl ich nicht glaube, dass die gewählten Vertreter*innen viel erreichen können, können sie doch einiges tun. Die Arbeit die geleistet wird, würde ich mir als Opposition idealer so vorstellen:

  • alle Möglichkeiten als gewähltes Ratsmitglied nutzen Akteneinsicht zu nehmen, Fragen zu stellen, mit Leuten und der Verwaltung zu sprechen
  • Dinge öffentlich machen. Das heißt Vorgänge, Dokumente,… Diskussionen anstoßen, Dinge in frage stellen
  • Ansprechbar sein für die Bürger. Wer von Transparenz redet, muss bei sich selbst und der eigenen Arbeit und Person anfangen. D.h. z.B. nicht mit Anträgen anfangen, sondern sich selber gläsern machen (Einkommen, Nebenverdienste). Darüber hinaus die Transparenz der eigenen Arbeit: Wie sieht die Arbeitswoche aus – was hat man gelesen, was hat man gedacht – welche Gespräche hat man geführt.
  • Erst ganz am Ende würde ich so etwas wie Anträge ansiedeln. Man kann ab und zu gut vorbereitete Anträge einbringen – oder auch mal einen schnellen, wenn wenig Zeit ist. Aber da man keine Mehrheit hat, liegt die Gestaltungsmöglichkeit seltenst in Mehrheitsbeschlüssen.

Und klar ist: Als Opposition muss man unangenehm sein in der Sache. Allerdings darf das ganze nie persönlich werden. Die Vermengung aus persönlichem Engagement und persönlichem Feldzug gegen eine Partei oder Person ist tödlich für die politische Arbeit. Da geht viel Energie und Zeit bei verloren. Ratsmitglieder sind idealer weise lediglich Vermittler von Interessen. Daher muss es darum gehen möglichst viele Leute in die eigene Arbeit einzubeziehen. Das entlastet auch die Leute, die einen Ratssitz haben. Die tragen die ganze Verantwortung und Hauptlast. Dafür bekommen die auch die Aufwandsentschädigung. Die nehmen die meisten Termine war, können in Kiel aber in Ausschüssen auch durch bürgerliche Mitglieder unterstützt werden.

Vermeiden sollte man es sich in Sackgassen zu manövrieren, aus denen man nicht heraus kommt. Das ist ein Fehler, den ich selbst auch zu häufig gemacht habe. Das reduzieren der eigenen Möglichkeiten nützt nämlich der eigenen Sache nicht unbedingt am meisten. Konsequenz und Ehrlichkeit machen die eigene Sache glaubhafter, aber das heißt nicht, dass man nicht mit vielen Leuten reden könnte. Nur im Kontakt mit anderen lernt man dazu. Die eigene Sichtweise ist vielleicht doch nicht die Richtige. Man muss diese nicht gleich aufgeben, wenn man mit anderen diskutiert – auch nicht, wenn es der politische Gegner ist.

Man sollte sich auch davor hüten, zu Dingen eine Position einzunehmen, nur weil es erforderlich scheint oder populär. Manche Themen müssen einfach gut durchdacht werden. Z.B. – was bedeutet eine Schließung des Flughafens Holtenau konkret? Mal abseits von einzelnen Argumenten oder der Stimmungslage in der eigenen Partei?

Wichtig ist m.E. auch nach dem oben genannten einzusehen, wie einsam und aussichtlos die eigene Rolle als Ratsmitglied ist. Es nützt nichts, sich etwas vorzumachen – die Möglichkeiten sind beschränkt in dem herrschenden System. Es sollte nicht darum gehen eine „bessere Politik“ zu machen, die irgendwie „sozialer“ ist. Wenn es die Chance gibt etwas zu verbessern, sollte man die natürlich ergreifen. Alle bewegen sich innerhalb ihrer Möglichkeiten und Grenzen. Ich genau so in meiner Rolle als Kieler Politblogger. Ich kann bestimmte Themen aufgreifen und öffentlich machen. Aber auch ich bin nur so gut, wie ich an Material bekomme. Wenn manche Politiker*innen meinen einen Kleinkrieg gegen mich führen zu müssen oder mir nicht zu antworten, dann schaden sie vielleicht damit auch mir, aber nicht unbedingt weniger sich selbst. Jede Partei und jede Politiker*innen hat ihr Beziehungsgeflecht und die einen können es sich mehr leisten auf Dialoge mit Alternativmedien zu verzichten als andere.

Ein Defizit sehe ich auch darin, dass viele Themen eher in kleinen Kreis oder maximal in Pressemitteilungen diskutiert werden. Wir brauchen aber groß angelegte Debatten, z.B, zu Katzheide Möbel Kraft, …. da setzen die Parteien aber lieber darauf sich selbst darzustellen und für die eigene Partei als Lösung zu werben, als alle möglichen Vereine und Leute zu Veranstaltungen einzuladen, um am Thema und für eine Sache zu werben. Das erinnert dann aber mehr ans missionieren und man nimmt ihnen ein ehrliches Engagement in der Sache nicht mehr ab.

Noch mal zum Wahlausgang

Mobilisieren konnten die großen Parteien ihr Wahlvolk, ihre Stammwähler. Die FDP, die LINKE und die Piraten weniger ihr Potential als vielleicht möglich gewesen wäre. 2008 haben sich die Piraten in Kiel jedenfalls auch noch überhaupt nicht für Kommunalpolitik interessiert. Das weiß ich, weil ich sie genau das damals auf einem ihrer Stammtisch gefragt hatte, aber niemand Interesse daran hatte. Im Grunde haben sie erst 2012/2013 im Vorlauf zur Kommunalwahl damit angefangen sich darüber Gedanken zu machen. Das hinterlässt bei mir den Eindruck, dass es ihnen mehr darum geht, gewählt zu werden, als dass sie die Themen interessieren würden. Überhaupt scheinen Wahlen immer die Zeit zu sein, die alle Parteien lieben. Nie erlebt man Leute so begeistert, als wenn sie Eigenwerbung betreiben. Zwischen den Wahlen ist das Interesse an den Bürger*innen und deren Themen doch deutlich geringer ausgeprägt.

In Kiel gibt es offenbar noch keine kritische Masse an Unzufriedenen, die sich auf jene Parteien einlassen würden, die antreten. Vielleicht ist das auch eher ermutigend. Denn es wäre fatal, wenn die Bürger*innen einfach nur hinter einer beliebigen Fahne herlaufen.

Mein Tip und die Realität

Mein kleiner Beitrag zu meiner eigenen Transparenz ist – wie weit mein eigener Tip vom realen Ergebnis abweicht:

Insgesamt 20 Punkte:

Partei Abweichung („Realität“-„Mein Tip“)
SPD -3,70%
CDU -2,70%
Grüne -4,60%
FDP -0,90%
Linke 0,60%
SSW -1,60%
Piraten 4,00%
WIR 0,80%

Das heisst ich habe alle Parteien zu niedrig bewertet, außer die Piraten, LINKE und WIR. Am meisten habe ich die Piraten überschätzt mit 4%. Am nähesten lag ich bei dem Ergebnissen von LINKE, WIR und FDP. Die GRÜNEN habe ich am meisten unterschätzt. Ich denke man muss konstatieren, dass die Unzufriedenen halt überwiegend zuhause geblieben und die Stammwähler wie jedes mal zur Urne gegangen sind.

Written by tlow

26. Mai 2013 at 22:50

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